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In den letzten Jahren ist in vielen Ländern auf der Welt ein immer stärker werdender Militarismus zu beobachten. Deutschland ist dabei keine Ausnahme. Die Erhöhung von Militärausgaben, die Tatsache, dass die bürgerlichen Medien andauernd kriegstreriberrische Propaganda verbreiten sowie zuletzt auch die Einführung des „neuen Wehrdienstgesetzes“; all dies sind Aspekte dieses Militarismus. Es hat einen Grund, dass diese Militarisierung der Gesellschaft stattfindet. Die Welt befindet sich in einem neuen Blockkonflikt mit der NATO und ihren Verbündeten auf der einen und der chinesisch-russischen Einflusssphäre auf der anderen Seite. Überall wird sich auf kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Blöcken vorbereitet. Dies wird früher oder später katastrophale Folgen für uns haben, wenn wir es nicht schaffen, diesen Prozess zu stoppen. Es muss uns bewusst sein, dass Staaten nicht massenhaft Waffen kaufen, nur um diese dann einfach in den Kasernen stehen zu lassen. Militarisierung führt zu Krieg und Krieg führt zu Tod und Zerstörung! Wenn die Konflikte eskalieren sind es wir – die Arbeiter*innen, Schüler*innen und alle anderen, die nicht der Kapitalistenklasse angehören – die darunter leiden werden, diejenigen von uns, die dann zum Kriegsdienst gezwungen werden, müssen an der Front sterben und der Rest ist der mit dem Krieg einhergehenden Zerstörung ausgesetzt. Deshalb ist es unser aller Aufgabe, uns der Militarisierung entgegenzustellen und dafür zu kämpfen, dass der sich anbahnende große Krieg zwischen den Staatenblöcken verhindert wird. Die europäischen Staaten und ihre Staatstreuen Medien propagieren oft, dass es dem Westen bei seiner Aufrüstung um die die Verteidigung der Rechte von Frauen, Queers und anderen marginalisierten Menschen gehen würde. So war beispielsweise zu der Zeit der AmpelRegierung, als Annalena Baerbock Außenministerin war, von einer „feministischen Außenpolitik“ die Rede. Doch diese Erzählungen dienen nur dem Zweck, diese Politik moralisch zu legitimieren. Es ist zwar durchaus so, dass die Lage von Frauen und Queers in beispielsweise Russland schlechter ist, als in Deutschland, das liegt aber nicht daran, dass der Westen in irgendeiner Form moralisch überlegen währe. Im Gegenteil wurden die Verbesserungen, die es für diese Gruppen gab, oft im Kampf gegen die Staaten errungen. Außerdem haben die Kapitalist*innen in einigen Fällen auch ein Interesse daran, dass marginalisierte Personen zu einem gewissen Grad an der Gesellschaft teilhaben können, da so besser Profit aus ihnen geschöpft werden kann. Das Patriachat grundlegend zu beseitigen, daran hat der Staat aber überhaupt kein Interesse. Im Gegenteil ist es sogar seine Hauptaufgabe die kapitalistische Gesellschaftsordnung, auf welcher die patriachalen Machtverhältnisse beruhen, zu bewahren. Außerdem wird der Staat, wenn der Kriegsfall erstmal eintritt, sich auch nicht mehr für Frauenrechte interessieren. Immer wieder bekommt man zu hören, das wir in der Lage seien sollten, um uns gegen Bedrohungen zu verteidigen. Doch wer ist dieses „wir“ und was soll eigentlich genau „verteidigt“ werden. Staaten führen in erster Linie deshalb Krieg, da sie ein Interesse daran haben ihre Einflusssphäre zu erweitern, ihre Stellung in der Staatenkonkurrenz zu verbessern und die Rohstoffe, Märkte und Arbeitskräfte anderer Länder für ihre Wirtschaft verfügbar zu machen. All dies sind Zwecke, die nicht in unserem Interesse liegen, nur den Kapitalist*innen bringen diese Vorhaben etwas. Warum aber sollten dann wir für die Interessen unserer Herrscher*innen und Ausbeuter*innen unser Leben geben? Doch auch wenn die Lage schlecht für uns aussieht müssen wir uns bewusst werden, dass wir als arbeitende Klasse alles andere als machtlos sind. Wie soll der Staat Krieg führen, wenn in den Waffenfabriken die Arbeit niedergelegt wird und die Soldat*innen die Befehle verweigern. Doch so etwas kann nur funktionieren, wenn wir alle koordiniert zusammenarbeiten.
Darum organisiert euch beim Schulstreik gegen die Wehrpflicht und anderen antimilitaristischen Gruppen um effektiv Wiederstand gegen die Kriegsvorbereitung zu leisten. Als Einzelpersonen sind wir den Herrschenden hilflos ausgesetzt, doch wenn wir gemeinsam agieren, haben wir die Mittel, um uns zu wiedersetzen und eine Gesellschaft zu erkämpfen, in der die Menschen in Frieden zusammenleben und in der es keine Ausbeutung durch eine herrschende Klasse mehr gibt. Wir dürfen nicht auf ihre nationalistische und kriegstreiberrische Propaganda hereinfallen. Die, gegen die wir kämpfen sollten sind nicht die, die uns an der Front gegenüber stehen, sondern die, die uns an die Front geschickt haben. Damals wie heute gilt: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“
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Opposing Militarization and War
When conflicts escalate, it is us—the workers, students, and everyone else who does not belong to the capitalist class—who will suffer. Those of us who are then forced into military service will have to die on the front lines, and the rest will be exposed to the destruction that accompanies war. That is why it is our collective responsibility to oppose militarization and strive to prevent the impending major conflict between the blocs of nations.
European states and their state-loyal media often propagate the idea that the West’s armament is about defending the rights of women, queers, and other marginalized people. For example, during the traffic light coalition government, when Annalena Baerbock was foreign minister, there was talk of a „feminist foreign policy.“ But these narratives only serve to morally legitimize this policy. It is true that the situation of women and queer people in Russia, for example, is worse than in Germany, but this is not because the West is morally superior in any way.
On the contrary, the improvements that have been made for these groups have often been achieved in the struggle against the state. Furthermore, in some cases, capitalists also have an interest in allowing marginalized people to participate in society to a certain extent, as this allows them to profit from them more easily. However, the state has no interest whatsoever in fundamentally eliminating patriarchy. On the contrary, its main task is to preserve the capitalist social order on which patriarchal power relations are based. Furthermore, once war breaks out, the state will no longer be interested in women’s rights.
We are constantly told that we should be able to defend ourselves against threats. But who is this „we“ and what exactly is to be „defended“? States wage war primarily because they have an interest in expanding their sphere of influence, improving their position in the competition between states, and making the raw materials, markets, and labor of other countries available to their economies. None of these are goals that are in our interest; only the capitalists benefit from these projects. So why should we give our lives for the interests of our rulers and exploiters?
Even if the situation looks bad for us, we must realize that we, as the working class, are anything but powerless. How can the state wage war if the workers in the arms factories go on strike and the soldiers refuse to obey orders? But this can only work if we all work together in a coordinated manner.
That is why you should organize yourselves in the school strike against conscription and other anti-militarist groups in order to effectively resist the preparations for war. As individuals, we are helpless against those in power, but when we act together, we have the means to resist and fight for a society in which people live together in peace and there is no more exploitation by a ruling class.
We must not fall for their nationalist and warmongering propaganda. Those we should be fighting are not those who stand opposite us on the front lines, but those who sent us there. Then as now, „the main enemy is in our own country!“
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Opposition au militarisme et à la guerre
Ces dernières années, on observe dans de nombreux pays du monde un militarisme de plus en plus fort. L’Allemagne ne fait pas exception. L’augmentation des dépenses militaires, le fait que les médias bourgeois diffusent en permanence une propagande belliciste et, plus récemment, l’introduction de la « nouvelle loi sur le service militaire » sont autant d’aspects de ce militarisme. Cette militarisation de la société a une raison d’être. Le monde est en proie à un nouveau conflit entre blocs, avec d’un côté l’OTAN et ses alliés, et de l’autre la sphère d’influence sino-russe. Partout, on se prépare à des conflits armés entre les blocs. Tôt ou tard, cela aura des conséquences catastrophiques pour nous si nous ne parvenons pas à arrêter ce processus. Nous devons être conscients que les États n’achètent pas des armes en masse pour les laisser simplement dans les casernes. La militarisation mène à la guerre, et la guerre mène à la mort et à la destruction !
Si les conflits s’intensifient, ce sont nous – les travailleurs, les étudiants et tous ceux qui n’appartiennent pas à la classe capitaliste – qui en souffrirons. Ceux d’entre nous qui seront contraints de faire leur service militaire devront mourir au front, et les autres seront exposés à la destruction qui accompagne la guerre. C’est pourquoi il est de notre devoir à tous de nous opposer à la militarisation et de lutter pour empêcher la grande guerre qui se profile entre les blocs étatiques.
Les États européens et leurs médias fidèles au pouvoir propagent souvent l’idée que l’armement de l’Occident vise à défendre les droits des femmes, des personnes queer et d’autres personnes marginalisées. Ainsi, à l’époque du gouvernement « feu tricolore », lorsque Annalena Baerbock était ministre des Affaires étrangères, on parlait d’une « politique étrangère féministe ». Mais ces discours ne servent qu’à légitimer moralement cette politique. Il est vrai que la situation des femmes et des personnes queer est pire en Russie qu’en Allemagne, par exemple, mais ce n’est pas parce que l’Occident serait moralement supérieur.
Au contraire, les améliorations dont ont bénéficié ces groupes ont souvent été obtenues en luttant contre les États. De plus, dans certains cas, les capitalistes ont également intérêt à ce que les personnes marginalisées puissent participer dans une certaine mesure à la société, car cela leur permet d’en tirer davantage de profits. Mais l’État n’a aucun intérêt à éliminer fondamentalement le patriarcat. Au contraire, sa tâche principale est même de préserver l’ordre social capitaliste sur lequel reposent les rapports de force patriarcaux. De plus, en cas de guerre, l’État ne s’intéressera plus aux droits des femmes.
On entend sans cesse dire que nous devrions être en mesure de nous défendre contre les menaces. Mais qui est ce « nous » et que faut-il « défendre » exactement ? Les États font la guerre avant tout parce qu’ils ont intérêt à étendre leur sphère d’influence, à améliorer leur position dans la concurrence entre États et à mettre à la disposition de leur économie les matières premières, les marchés et la main-d’œuvre d’autres pays. Tous ces objectifs ne sont pas dans notre intérêt, seuls les capitalistes tirent profit de ces projets. Mais alors, pourquoi devrions-nous donner notre vie pour les intérêts de nos dirigeants et de nos exploiteurs ?
Même si la situation semble désespérée pour nous, nous devons prendre conscience que, en tant que classe ouvrière, nous sommes loin d’être impuissants. Comment l’État pourrait-il mener une guerre si les ouvriers des usines d’armement se mettaient en grève et si les soldats refusaient d’obéir aux ordres ? Mais cela ne peut fonctionner que si nous travaillons tous ensemble de manière coordonnée.
C’est pourquoi nous vous invitons à vous organiser dans le cadre de la grève scolaire contre le service militaire obligatoire et d’autres groupes antimilitaristes afin d’opposer une résistance efficace aux préparatifs de guerre. En tant qu’individus, nous sommes impuissants face aux dirigeants, mais si nous agissons ensemble, nous avons les moyens de nous opposer et de lutter pour une société où les gens vivent en paix et où il n’y a plus d’exploitation par une classe dominante.
Nous ne devons pas tomber dans le piège de leur propagande nationaliste et belliciste. Ceux contre lesquels nous devons lutter ne sont pas ceux qui nous font face au front, mais ceux qui nous ont envoyés au front. Aujourd’hui comme hier, « l’ennemi principal se trouve dans notre propre pays » !